Elisabeth Kübler-Ross – Zwischen Medizin und Spiritualität
Eine Pionierin des Sterbens und ihre Suche nach dem, was jenseits des Todes liegen könnte
Es gibt Menschen, deren Bücher uns nicht einfach nur Informationen vermitteln. Sie begegnen uns zu einem bestimmten Zeitpunkt unseres Lebens und plötzlich öffnen sie eine Tür.
Für mich war Elisabeth Kübler-Ross ein solcher Mensch.
Als ich ihre Bücher kennenlernte, beeindruckte mich nicht allein die Ärztin und Psychiaterin. Ebenso wenig faszinierte mich lediglich die spirituelle Autorin, die später sehr offen über ein Weiterleben nach dem Tod sprach.
Es war die Verbindung von beidem.
Hier war eine Medizinerin, die schwerkranke und sterbende Menschen begleitet hatte. Eine Frau, die beobachtete, fragte und zuhörte und die zugleich bereit war, Erfahrungen ernst zu nehmen, für die das damalige medizinische Weltbild kaum einen Platz hatte.
Für mich als junge Krankenschwester war das etwas Besonderes. Denn auch ich erlebte am Krankenbett Situationen, die Fragen in mir hinterließen. Sterbende Menschen erzählten von verstorbenen Angehörigen. Manche schienen etwas wahrzunehmen, das für uns andere im Raum nicht sichtbar war. Andere wollten einfach nur gehen dürfen. Und immer wieder stellte sich mir die Frage:
Ist der Mensch wirklich nur sein Körper – oder geschieht am Ende unseres Lebens etwas, das wir mit medizinischen Messwerten allein nicht erfassen können?
Elisabeth Kübler-Ross gab mir darauf keine wissenschaftlich beweisbare Antwort. Aber sie gab solchen Fragen einen Raum. Und vielleicht war genau das für mich so wichtig.
Eine Ärztin beginnt zuzuhören
Elisabeth Kübler-Ross wurde 1926 in Zürich geboren und studierte Medizin. Nach ihrem Abschluss 1957 ging sie in die Vereinigten Staaten und arbeitete schließlich als Psychiaterin. In den Krankenhäusern ihrer Zeit machte sie eine Beobachtung, die heute fast selbstverständlich klingt, damals jedoch keineswegs selbstverständlich war:
Sterbende Menschen wurden medizinisch behandelt – aber über ihr Sterben wurde häufig kaum mit ihnen gesprochen. Kübler-Ross begann deshalb etwas erstaunlich Einfaches zu tun: Sie setzte sich zu ihnen und hörte ihnen zu.
Sterbende Patienten durften über ihre Angst sprechen. Über ihre Wut. Über Hoffnung. Über Gott. Über das, was sie noch erledigen wollten. Und über den Tod.
Aus diesen Gesprächen entstand 1969 ihr bekanntestes Werk „Über den Tod und das Leben danach“.
Mehr als eine neue Theorie bedeutete ihre Arbeit deshalb zunächst eine Veränderung der Perspektive: Der Sterbende war nicht länger nur der Patient, dessen Krankheit nicht mehr geheilt werden konnte. Er war ein Mensch mit einer Geschichte. Mit Beziehungen. Mit Angst und Hoffnung. Mit psychischen, sozialen und spirituellen Bedürfnissen. Und vor allem: Er hatte noch etwas zu sagen.
Die fünf Phasen – und was daraus geworden ist
Mit Elisabeth Kübler-Ross werden heute fast automatisch fünf Begriffe verbunden:
Verleugnung – Zorn – Verhandeln – Depression – Akzeptanz.
Sie hatte diese unterschiedlichen Reaktionen bei Menschen beobachtet, die mit einer lebensbedrohlichen beziehungsweise unheilbaren Erkrankung konfrontiert waren.
Später entstand daraus in der öffentlichen Wahrnehmung beinahe ein Fahrplan: Zuerst kommt Phase eins. Dann Phase zwei. Am Ende erreicht der Mensch Akzeptanz. So einfach war es jedoch schon bei Kübler-Ross selbst nicht gemeint.
Menschen können zwischen verschiedenen Reaktionen wechseln. Manche treten gleichzeitig auf, andere überhaupt nicht. Und vor allem beschrieb Kübler-Ross ursprünglich Erfahrungen sterbender beziehungsweise schwerkranker Menschen – nicht ein universelles Gesetz darüber, wie jeder Mensch trauert.
Heute wird das klassische Phasenmodell deshalb deutlich kritischer betrachtet. Vielleicht ist das sogar eine gute Entwicklung.
Denn ein Mensch am Ende seines Lebens braucht keinen Plan, nach dem er richtig zu sterben hat. Und ein Trauernder braucht keine fünf Stationen, die er ordnungsgemäß durchlaufen muss. Menschen sind verschieden. Auch im Sterben. Auch in der Trauer.
Was von Kübler-Ross bleibt, ist deshalb für mich etwas viel Wesentlicheres: Hör dem Menschen zu.
Und dann wurde es spirituell
Genau an diesem Punkt wird Elisabeth Kübler-Ross für mich besonders interessant. Denn sie blieb nicht bei der Psychiatrie und der medizinischen Sterbebegleitung stehen. Je länger sie sich mit Sterbenden beschäftigte, desto stärker setzte sie sich mit Berichten auseinander, die über das körperliche Sterben hinausgingen.
Menschen erzählten von außergewöhnlichen Wahrnehmungen. Von Licht. Von verstorbenen Angehörigen. Von Erfahrungen außerhalb des Körpers. Von einem Gefühl, den Körper zu verlassen und dennoch weiter zu existieren.
Kübler-Ross begann sich intensiv mit solchen Berichten zu beschäftigen.
Und irgendwann war ihre Haltung nicht mehr nur: „Wir sollten diese Menschen ernst nehmen.“
Sie selbst entwickelte eine tiefe spirituelle Überzeugung: Der Tod ist nicht das Ende.
Damit überschritt sie eine Grenze, an der sich bis heute die Geister scheiden. Denn hier sprach nicht mehr ausschließlich die Wissenschaftlerin. Hier sprach auch Elisabeth Kübler-Ross als Mensch mit einer persönlichen spirituellen Weltsicht. Und gerade das war für mich kein Widerspruch. Es war das Faszinierende und es entsprach meiner eigenen persönlichen Überzeugung.
Medizinisches Wissen und spirituelle Offenheit
Vielleicht hätte mich eine ausschließlich spirituelle Autorin damals weniger beeindruckt. Spirituelle Vorstellungen über ein Leben nach dem Tod gibt es schließlich seit Jahrtausenden.
Aber hier war eine Frau, die Medizin studiert hatte. Die psychiatrisch gearbeitet hatte. Die Krankenhäuser von innen kannte. Die unzähligen Gespräche mit sterbenden Menschen geführt hatte. Und die trotzdem bereit war zu sagen:
Vielleicht ist der Mensch mehr als sein Körper.
Für mich war das wichtig. Denn auch ich wollte mich nicht entscheiden müssen. Ich wollte verstehen, was medizinisch geschieht. Und gleichzeitig wollte ich offenbleiben für das, was ich selbst erlebte und nicht erklären konnte.
Vielleicht begann genau dort ein Gedanke, der mich bis heute begleitet: Wissen und Spiritualität müssen keine Feinde sein.
Wissenschaft darf fragen: Was können wir beobachten? Was können wir messen? Was können wir überprüfen?
Spiritualität stellt andere Fragen: Was bedeutet diese Erfahrung für mich? Was ist Bewusstsein? Was bedeutet Seele? Und könnte Wirklichkeit größer sein als das, was wir bisher messen können?
Schwierig wird es erst, wenn wir die Ebenen miteinander verwechseln.
Eine spirituelle Erfahrung ist kein wissenschaftlicher Beweis.
Aber fehlende wissenschaftliche Beweisbarkeit bedeutet für mich ebenso wenig, dass eine persönliche Erfahrung bedeutungslos sein muss.
Zwischen diesen beiden Polen liegt ein großer Raum. Und in diesem Raum habe ich mich immer wohlgefühlt. Denn es gibt so Vieles was wir nicht wissen und beweisen können, oder vielleicht noch nicht!
„Über den Tod und das Leben danach“
Ein Buch von Elisabeth Kübler-Ross wurde für mich besonders wichtig:
„Über den Tod und das Leben danach“. Ich habe dieses Buch nicht nur selbst gelesen. Ich habe es immer wieder verschenkt. Vielleicht, weil darin etwas zum Ausdruck kam, das auch in mir längst begonnen hatte zu wachsen: die Möglichkeit, dem Tod nicht ausschließlich mit Angst zu begegnen.
Kübler-Ross verwendete für den Tod ein Bild, das sehr bekannt geworden ist. Sie verglich den physischen Körper mit einem Kokon. Wenn der Schmetterling den Kokon verlässt, ist der Kokon leer. Aber der Schmetterling ist nicht verschwunden. Und ich verwende das Bild vom Schmetterling immer noch besonders bei der Begleitung sterbender Menschen.
Für Kübler-Ross wurde dieses Bild zu einem Symbol des Todes: Der Körper endet.
Das eigentliche Wesen des Menschen geht weiter. Das ist eine spirituelle Überzeugung. Kein naturwissenschaftlicher Beweis. Und dennoch kann ein solches Bild etwas bewirken. Vielleicht nimmt es dem Tod nicht seinen Schmerz.
Aber möglicherweise nimmt es ihm etwas von seiner Endgültigkeit. Und dieses Bild wird immer verstanden.
Ein Buch weiterzugeben bedeutet manchmal mehr als eine Empfehlung
Wenn wir ein Buch verschenken, schenken wir manchmal auch einen Gedanken.
Eine Möglichkeit. Eine Tür. Vielleicht habe ich gerade deshalb dieses Buch so oft weitergegeben. Nicht um jemandem zu sagen: „So ist es.“
Sondern eher: „Vielleicht kannst du den Tod auch einmal von dieser Seite betrachten.“
Viele Jahre später haben mir Menschen erzählt, dass Gespräche mit mir ihnen geholfen hätten, weniger Angst vor dem Tod zu haben. Das hat mich sehr berührt.
Denn vielleicht wandern Gedanken tatsächlich weiter. Ein Mensch schreibt ein Buch. Ein anderer liest es. Etwas verändert sich.
Und irgendwann sitzt dieser Mensch einem anderen gegenüber und gibt etwas von dem weiter, was einmal in ihm selbst einen neuen Raum geöffnet hat.
Vielleicht besteht Wirkung manchmal genau darin.
Ich habe alle ihre Bücher vor vielen Jahren verschlungen. Besonders auch ihr Buch: „Verstehen was Sterbende sagen wollen“, stimmte sehr mit meinem Verständnis von Symbolsprache überein und das Verständnis der Symbolik begleitete mich später in meiner psychiatrischen Arbeit.
Das Rad des Lebens – ihre eigenen spirituellen Erfahrungen
Besonders interessant wurde für mich später ihre autobiografische Rückschau „Das Rad des Lebens“.
Denn Kübler-Ross berichtet darin nicht mehr nur von Erfahrungen ihrer Patienten.
Sie erzählt auch von ihrem eigenen Leben und von außergewöhnlichen spirituellen Erfahrungen, die ihre Weltsicht prägten. Damit wurde ihre Haltung zum Tod zunehmend persönlich. Sie war nicht einfach eine Ärztin, die Berichte anderer Menschen dokumentierte. Sie entwickelte selbst eine spirituelle Sicht auf Leben, Tod und Bewusstsein. Für Kübler-Ross wurde der Tod schließlich zu einem Übergang. Zu einer Transformation. Nicht zu einer Auslöschung. Man muss diese Überzeugung nicht teilen.
Und wissenschaftlich können wir aus einer persönlichen mystischen Erfahrung keinen Beweis für ein Weiterleben nach dem Tod ableiten. Aber wir können anerkennen, welche Bedeutung eine solche Erfahrung für den Menschen besitzt, der sie erlebt.
Auch darin liegt für mich etwas zutiefst Menschliches.
Der Schmetterling
Kaum ein Symbol ist so eng mit Elisabeth Kübler-Ross verbunden wie der Schmetterling. Seine Bedeutung reicht weit zurück in ihre Lebensgeschichte.
Als junge Frau besuchte sie nach dem Zweiten Weltkrieg das ehemalige Konzentrationslager Majdanek. Dort entdeckte sie Zeichnungen von Schmetterlingen, die Gefangene in Wände geritzt hatten. Das Bild ließ sie nicht mehr los.
Später wurde der Schmetterling für sie zum Sinnbild der Verwandlung. Der Körper als Kokon. Der Tod als Öffnung. Der Schmetterling als das, was weiterfliegt.
Heute verwendet auch die Elisabeth-Kübler-Ross-Stiftung den Schmetterling als Symbol ihres Vermächtnisses. Vielleicht berührt uns dieses Bild deshalb so sehr, weil es den Tod nicht leugnet. Der Kokon wird tatsächlich verlassen. Etwas endet.
Und gleichzeitig erzählt der Schmetterling: Verwandlung ist nicht dasselbe wie Vernichtung.
Was sagt die heutige Forschung?
Mehr als fünf Jahrzehnte nach „Über den Tod und das Sterben“ hat sich die Medizin verändert. Palliativmedizin und Hospizarbeit haben sich weiterentwickelt.
Psychische, soziale und spirituelle Bedürfnisse schwerkranker Menschen werden heute wesentlich stärker berücksichtigt. Auch die Kommunikation mit Patienten am Lebensende ist zu einem eigenen Forschungs- und Ausbildungsbereich geworden.
Interessanterweise kommt eine moderne wissenschaftliche Betrachtung des Vermächtnisses von Kübler-Ross zu einem differenzierten Ergebnis: Ihr Fünf-Phasen-Modell sollte nicht als starre Theorie verwendet werden. Das habe ich aber auch noch nie so betrachtet, sondern es ist menschlich, so Vieles in feste Strukturen und Formen bringen zu wollen.
Aber ihre Forderung, sterbenden Menschen aktiv zuzuhören und von ihnen selbst zu lernen, besitzt weiterhin große Bedeutung. Das gefällt mir.
Denn vielleicht wird Kübler-Ross manchmal auf genau das reduziert, was an ihrem Werk heute am stärksten diskutiert wird: die fünf Phasen.
Dabei könnte ihr wesentlich größeres Vermächtnis etwas anderes sein. Sie brachte Sterbende zurück ins Gespräch.
Was wir heute über Erfahrungen am Lebensende wissen
Auch einige Erfahrungen, von denen Kübler-Ross und andere frühe Sterbeforscher berichteten, sind nicht einfach aus der modernen Medizin verschwunden. Im Gegenteil. Heute beschäftigt sich die Palliativforschung beispielsweise mit sogenannten End-of-Life Dreams and Visions – Träumen und Visionen am Lebensende.
Sterbende berichten dabei unter anderem von verstorbenen Angehörigen, von Reisen oder davon, abgeholt zu werden. Solche Erfahrungen werden heute wissenschaftlich dokumentiert.
Das bedeutet nicht, dass die Forschung damit ein Leben nach dem Tod bewiesen hätte. Sie bestätigt etwas anderes: Menschen machen solche Erfahrungen tatsächlich. Was sie letztlich bedeuten, ist eine andere Frage.
Vielleicht hätte Elisabeth Kübler-Ross genau diese Unterscheidung gefallen: zuerst zuhören. Dann beobachten. Und nicht vorschnell die Erfahrung eines Menschen wegnehmen, nur weil wir sie noch nicht vollständig erklären können.
Was ich von Elisabeth Kübler-Ross mitgenommen habe
Wenn ich heute zurückblicke, glaube ich, dass Kübler-Ross mir vor allem etwas erlaubt hat: Ich musste mich nicht entscheiden.
Ich durfte Krankenschwester sein. Ich durfte medizinische Zusammenhänge verstehen wollen. Ich durfte kritisch denken. Und gleichzeitig durfte ich Fragen stellen, auf die Medizin keine Antwort hatte. Ich durfte mich mit Nahtoderfahrungen beschäftigen. Mit Religion. Mit Spiritualität. Mit Bewusstsein. Mit der Frage nach der Seele. Und mit der Möglichkeit, dass der Tod vielleicht nicht das Ende unserer Existenz ist.
Das eine musste das andere nicht ausschließen. Diese Haltung hat mich über viele Jahre begleitet.
Nicht alles Unerklärliche ist automatisch spirituell
Heute würde ich allerdings noch etwas ergänzen.
Offenheit bedeutet nicht, jede außergewöhnliche Erfahrung sofort spirituell zu erklären. Unser Gehirn ist komplex. Medikamente können Wahrnehmungen verändern.
Sauerstoffmangel, Erkrankungen und Bewusstseinsveränderungen können ungewöhnliche Erfahrungen hervorrufen. Auch dafür müssen wir offenbleiben.
Aber genauso wenig gefällt mir das andere Extrem: Alles, was wir momentan nicht erklären können, sofort als bedeutungslose Fehlfunktion abzutun. Vielleicht dürfen wir manchmal einfach sagen: Ich weiß es nicht.
Für mich ist dieser Satz keine Niederlage. Er lässt eine Tür offen.
Vielleicht war genau das ihr Geschenk
Elisabeth Kübler-Ross starb 2004. Ihre Vorstellungen werden bis heute diskutiert. Manches hat Bestand. Manches wird kritisch gesehen. Manches gehört eindeutig in den Bereich ihrer persönlichen Spiritualität. Und das darf so sein.
Denn für mich war sie nie deshalb wichtig, weil sie auf jede Frage die richtige Antwort gehabt hätte. Sie war wichtig, weil sie eine Grenze überschritt, die ich selbst nie als unüberwindbar empfunden habe. Die Grenze zwischen dem messbaren Menschen und dem erlebenden Menschen. Zwischen Körper und Seele. Zwischen Medizin und Spiritualität.
Vielleicht war genau das ihr größtes Geschenk an mich.
Sie verlangte von mir nicht, das eine aufzugeben, um das andere ernst nehmen zu dürfen. Ich durfte wissen wollen und trotzdem staunen.
Ich durfte medizinisches Wissen achten und gleichzeitig offenbleiben für Erfahrungen, die sich nicht messen ließen. Und vielleicht ist genau diese Haltung auch die Grundlage dieser Reihe. Ich weiß nicht, was nach unserem letzten Atemzug geschieht.
Ich kann es nicht beweisen. Aber ich kann zuhören. Ich kann forschen. Ich kann unterschiedliche Traditionen betrachten. Ich kann von meinen eigenen Erfahrungen erzählen. Und ich kann die Möglichkeit offenlassen, dass unsere Wirklichkeit größer sein könnte als das, was wir heute von ihr verstehen.
Vielleicht brauchen wir am Ende gar keine vorschnelle Gewissheit. Vielleicht brauchen wir etwas anderes: Wissen, wo Wissen möglich ist. Offenheit, wo Fragen bleiben. Und Vertrauen dort, wo wir eines Tages selbst die Schwelle überschreiten werden.
Dieser Beitrag gehört zur Reihe „Die Reise der Seele“. Im vorherigen Teil „An der Schwelle – Die ersten Tage nach dem Tod“ geht es um Erfahrungen Sterbender, heutige Palliativforschung und darum, wie verschiedene religiöse und spirituelle Traditionen den Übergang zwischen Leben und Tod verstehen.

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